PostgreSQL konfigurieren

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PostgreSQL konfigurieren

> Letzte Änderungen am 14.09.2017 <

Um Ihnen das Einrichten von PostgreSQL zu erleichtern können Sie sich von der Notenmanager-Homepage das Konfigurationsprogramm NMPGSetup herunterladen.

Im Netzwerk ist ein PostgreSQL-Datenbankserver in der Version 9.0 oder höher installiert. Dies dürfte im Rahmen der Einführung der ASV an den meisten Schulen der Fall sein. Da die Schulversion direkt mit dem PostgreSQL-Server kommuniziert muss auf dem Netzwerkserver der entsprechende Port (standardmäßig 5432) in der Firewall geöffnet werden.

Überblick

Auch bei Verwendung des Datenbankservers PostgreSQL speichert der Notenmanager alle Daten in einer Datenbank. Dabei wird folgende Nomenklatur verwendet:

Die Datenbank, die die Daten des laufenden Schuljahres speichert, trägt immer den Namen bsnmXXXX, wobei XXXX für die vierstellige Schulnummer steht.

Die Supportdatenbank, die für Hilfeleistungen des Notenmanager-Supports benötigt wird, trägt immer den Namen bsnmXXXXsupport.

Für den Zugriff auf den Datenbankserver und somit auch auf die Datenbank wird ein PostgreSQL-Benutzer mit dem Namen nmsvXXXX angelegt.

Durch diese Bezeichnungen ist es problemlos möglich, auch mehrere Schulen auf dem gleichen Datenbankserver zu hosten. Durch die unterschiedlichen Benutzernamen ist ein nicht autorisierter Zugriff auf eine fremde Datenbank ohne Wissen der Zugangsdaten nicht möglich.

Netzwerkkonfiguration von PostgreSQL

Um den PGSetup-Assistenten nutzen zu können müssen Sie das Recht haben, von Ihrem Rechner aus mit Administratorrechten auf den Datenbankserver zugreifen zu können. Wenn Sie den Setup-Assistenten direkt auf dem Server ausführen müssen Sie in der Regel keine Änderungen am System vornehmen.

Wenn Sie von einem Clientrechner aus arbeiten (z. B. im Falle eines Linux-Servers) wird eine Anpassung in der Authentifizierungsdatei pg_hba.conf notwendig sein (siehe auch Technische Informationen zu PostgreSQL). Sie finden diese Datei im Unterverzeichnis "Data" Ihrer Postgres Installation (z. B. C:\Program Files\PostgreSQL\9.1\data). Öffnen Sie die Datei mit einem Text-Editor und gehen Sie an das Ende der Datei. Dort finden Sie eine Reihe von Einträgen der Form

host  datenbankname  benutzername    ip-adresse   authentifizierungsmethode

zum Beispiel

host      all             all        127.0.0.1/32         trust

Bitte ergänzen Sie die folgenden drei Einträge:

host      all             all        192.168.1.0/24         md5

host    bsnm4711        nmsv4711     192.168.1.0/24         md5

host    bsnm4711support nmsv4711     192.168.1.0/24         md5

 

Ersetzen Sie bitte jeweils "4711" mit Ihrer eigenen Schulnummer und "192.168.1.0" mit der IP-Adresse Ihres Netzwerkes (Hinweis: Die IP-Adresse eines typischischen Netzwerkes erhält man, wenn man die letzte Stelle der IP-Adresse eines Computers durch eine 0 erstetzt. Hat Ihr Netzwerkserver z. B. die IP-Adresse 192.168.100.1 dann ist die Netzwerkadresse 192.168.100.0/24).

Der erste Eintrag wird nur während der Installation mit PGSetup benötigt. Er stellt sicher, dass jeder Benutzer von jedem Rechner in Ihrem lokalen Netz sich an jede Datenbank auf dem Server mit Hilfe des Benutzernamens und seines Passworts anmelden kann. Nach der Installation sollten Sie diesen Eintrag unbedingt wieder löschen oder mit "#" zumindest auskommentieren.

Die beiden anderen Einträge bleiben dauerhaft erhalten. Sie legen fest, dass sich der Benutzer "nmsv4711" (wird später von der Schulversion und NMAdmin verwendet und während der Installation angelegt) von jedem Rechner im Netzwerk 192.168.1.0/24 aus an den Datenbanken "bsnm4711" und "bsnm4711support" anmelden kann.

WICHTIG: Wenn Sie die Authentifizierungsdatei pg_hba.conf ändern müssen Sie anschließend den PostgreSQL-Dienst neu starten! Erst dadurch werden die Änderungen wirksam. Falls auf dem gleichen PostgreSQL-Server auch die ASV-Datenbank läuft sollten Sie sicherheitshalber den DSS vorher stoppen.

TIPP: Es kann immer einmal vorkommen, dass man eine Datenbank zum Testen oder zum vorübergehenden Wiederherstellen einer alten Datensicherung (z. B. Zeugnisnachdruck) benötigt. Legen Sie am besten gleich jetzt einen entsprechenden Eintrag in der pg_hba.conf an. Dann ist es im Bedarfsfall nicht mehr nötig, den PostgreSQL-Dienst neu zu starten.

Konfiguration von PostgreSQL mit Hilfe von PGSetup

NMPGSetup übernimmt für Sie die Einrichtung von Benutzerkonten auf dem Datenbankserver und erstellt die Notenmanager-Datenbank mit allen Tabellen und Datenbankabfragen. Um diese Aufgaben erfüllen zu können fragt der Setup-Assistent nach dem Start von PGSetup folgende Informationen von Ihnen ab:

 

PostgreSQL-Passwort: Bei der Installation von PostgreSQL wird automatisch auch immer ein Datenbank-Benutzer mit dem Namen Postgres angelegt. Dies ist das Administratorkonto und nur mit Hilfe dieses Benutzerkontos können neue Benutzer und neue Datenbanken angelegt werden.
PGSetup benötigt das Passwort des Benutzers Postgres um sich mit Administratorrechten mit dem Server verbinden und einen Notenmanager-Benutzer bzw. die Notenmanager-Datenbank anlegen zu können.

Schulnummer: In PostgreSQL können die Datenbanken mehrerer Notenmanagerinstallationen und mehrerer Schulen angelegt werden. Um die jeweiligen Benutzerkonten und Datenbanken unterscheiden zu können bekommen sie als Namenssuffix die Schulnummer angehängt.

NMSV Benutzerpasswort: Legen Sie hier ein möglichst komplexes, mindestens 14 Zeichen langes Passwort für den Notenmanager-Benutzer an. Dieses Passwort wird später verschlüsselt im System hinterlegt und muss zur Notenmanagernutzung nicht jedesmal neu eingegeben werden.
 
Wichtig: hinterlegen Sie dieses Passwort an einem sicheren Ort.

DB-Server-IP/Name: Geben Sie hier die IP-Adresse des Computers an, auf dem der PostgreSQL-Datenbankserver installiert wurde (z. B. 192.128.123.1). Alternativ können Sie auch den Netzwerknamen des Computers angeben (z. B. server1).

DB-Server-Port: Standardmäßig kommuniziert ein PostgreSQL-Datenbankserver über den Port 5432. Sollten Sie bei der Installation von PostgreSQL einen anderen Port gewählt haben ändern Sie die Vorgabe entsprechend ab.  

 

Wenn Sie alle Eingaben getätigt haben klicken Sie auf den Button [Start]. NMPGSetup führt dann folgende Aktionen auf dem Datenbankserver durch:

1.NMPGSetup meldet sich als Benutzer postgres am Datenbankserver an und legt dort zuerst eine sogenannte 'Benutzerrolle' mit dem Namen nmuser an. Anschließend wird eine sogenannte 'Loginrolle' mit dem Namen nmsvXXXX angelegt, wobie XXXX für die angegebene Schulnummer steht.

2.Im nächsten Schritt erstellt NMPGSetup die Notenmanager-Datenbank mit dem Namen bsnmXXXX. Auch hier steht XXXX wieder  für Ihre Schulnummer. Als Besitzer der Datenbank wird der Benutzer nmsvXXXX eingetragen.

3.Für die weiteren Schritte sind jetzt keine administrativen Rechte mehr nötig. NMPGSetup meldet sich als Benutzer postgres ab und unter dem Namen nmsvXXXX neu an.

4.Jetzt werden alle Tabellen und Datenbankabfragen erstellt. Jeder Vorgang wird im Ausgabefenster mit einer Erfolgs- oder Misserfolgsmeldung quitiert.

5.Nach Abschluss der Installation erstellt NMPGSetup eine Konfigurationsdatei mit dem Namen nmsv.conf. Aus dieser Datei liest später die Schulversion alle notwendigen Informationen zum Verbindungsaufbau mit dem PostgreSQL-Server aus.

Wenn Sie NMPGSetup direkt aus dem Notenmanager-Programmverzeichnis gestartet haben wird die Konfigurationsdatei automatisch am richtigen Ort erstellt. Ansonsten müssen Sie die Datei noch manuell in das Programmverzeichnis kopieren.

Vergessen Sie nicht jetzt noch den Eintrag  

host      all               all        192.168.1.0/24         md5

aus der Datei pg_hba.conf zu löschen.

Problembehandlung

Während des Tests gab es in Einzelfällen das Problem, dass mit den oben genannten Einträgen in der pg_hba.conf ein Zugriff auf die Notenmanager-Datenbank nicht möglich war. In diesem Fall können Sie testweise den Eintrag

host    bsnm4711       nmsv4711     192.168.1.0/24         md5

in

host    bsnm4711       nmsv4711     192.168.1.0/24         trust

abändern.

Datenübernahme aus JET-Datenbank

Falls Sie den Notenmanager schon zusammen mit einer JET-Datenbank (nmdaten04.mdb) verwenden können Sie mit Hilfe von NMPGSetup die Daten und Einstellungen übernehmen lassen. Setzen dazu einfach den Haken vor der entsprechenden Option aus und wählen Sie dann die Datenbank über den Dateidialog aus.

Unbedingt beachten!

Die Datenübernahme wurde mehrfach getestet und die resultierende PG-Datenbank war jeweils voll funktionsfähig. Trotzdem wird nicht empfohlen, das Produktivsystem im laufenden Schuljahr auf PostgreSQL umzustellen.

Sie können die Datenübernahme durchführen um sich ein Testsystem aus Notenmanager und PostgreSQL zu erstellen und diese Kombination dann einer Prüfung zu unterziehen. Der Umzug des Produktivsystems zu PostgreSQL sollte aber erst zum Schuljahreswechsel erfolgen.

Sie können dann NMPGSetup problemlos ein zweites Mal durchlaufen lassen. Bei allen Schritten bietet Ihnen der Assistent dann an, bestehende Objekte (Benutzerkonten, Datenbank) beizubehalten oder noch einmal neu zu erstellen.