PostgreSQL als Datenbank

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PostgreSQL als Datenbank

> Letzte Änderungen am 14.09.2017 <

Nach zwei Jahren Testlauf an der Realschule Herrieden steht ab dem Schuljahr 2014/15 allen Schulen die Möglichkeit offen, von der Jet-Datenbank auf den PostGreSQL-Server zu wechseln.

Die Vor- und Nachteile der einzelnen Datenbanksysteme wurden unter im Abschnitt "Auswahl des Datenbanksystems" schon gegenübergestellt. Der Umstieg bringt aber auch Funktional einige Änderungen mit sich:

Notenabgleich mit Heimversion: bei Verwendung der Jet-Datenbank wurden direkt aus der Schulversion heraus die Daten von einer Jet-Datenbank (Schulversion) in eine andere (Transportmedium) kopiert. Durch die nun unterschiedlichen Datenbanksysteme muss der Notenabgleich bei Verwendung von PostGreSQL über ein externes Programm erfolgen (NMSync). Dieses wird in einem Unterverzeichnis der Schulversion installiert und dann aus der Schulversion heraus aufgerufen. Der Prozess des Notenabgleichs dauert daher etwas länger, bietet dafür aber ein ausführlicheres Synchronisations-Protokoll.

Datensicherung: eine Datensicherung aus dem Programm heraus ist nicht möglich. Wie bei der ASV-Datenbank empfiehlt es sich, die Datensicherung über ein Script zu lösen, das auf dem Server täglich (oder auch mehrfach täglich) ausgeführt wird.

Supportanfragen: momentan (August 2014) gibt es noch keine einfache Möglichkeit, die Datenbank der Schulversion zu kopieren, anonymisieren, verschlüssen und zu verschicken. Sollte es zu Problemen vor Ort kommen, für die ein Blick in die Datenbank notwendig ist, müssen die entsprechenden Schritte "manuell" mit Hilfe des PostGreSQL-Administrationstolls PGAdmin durchgeführt werden.

 

Für wen empfiehlt sich der Umstieg?

Langfristig sollten alle Schulen auf den PostGreSQL-Server umsteigen. Dies empfiehlt sich schon auf Grund der größeren Datensicherheit und Stabilität. Trotzdem wird die Unterstützung für Jet-Datenbank noch einige Jahre weiterlaufen.

Jedoch bleibt zu bedenken, dass bei allen neuen Software-Systemen Kinderkrankheiten nicht auszuschließen sind. Erfolgreich getestet wurde der Notenmanager mit PostGreSQL nur an der Schulart Realschule. Grundsätzlich sollte das Zusammenspiel an anderen Schularten genauso gut funktionieren, der Teufel steckt aber eben häufig im Detail. Für das Schuljahr 2014/15 sollten Ihnen folgende Kriterien helfen, eine Entscheidung zu treffen.

Notenmanager-Kenntnisse: Für Notenmanager Neulinge ist der Einsatz der Jet-Datenbank anzuraten. Die Supportmöglichkeiten sind besser und zu den Einstiegsschwierigkeiten kommen dann nicht auch noch Umstiegsschwierigkeiten hinzu.
Insbesondere sollten Sie aber bereits Kenntnisse über den Ablauf eines Schuljahres im Notenmanager haben, damit Sie immer frühzeitig wichtige Funktionen testen. Wenn Sie sich z. B. erst zwei Tage vor dem Zeugnistermin mit dem Zeugnisdruck beschäftigen wird es schwer, im Problemfall noch rechtzeitig Hilfe zu leisten.

IT-Kenntnisse: Installation von Software und Treibern, Kenntnisse in Netzwerkkonfigurationen (IP-Adressen, Ports, Firewall), bearbeiten von Konfigurationsdateien mit einem Editor, ... In diesen Bereichen sollten Sie Erfahrung und Übung mitbringen.

Nervenstärke des Admins: Wenn Sie kleinere Aussetzer und Detailprobleme mit einem Achselzucken überstehen, sich gerne mit dem Entwickler über Probleme austauschen und auch einmal ein bis zwei Tage auf eine Problemlösung warten können, dann sollte der Umstieg kein Problem darstellen. Wenn Sie auf einen reibungslosen Ablauf im gesamten Schuljahr Wert legen, dann sollten Sie vielleicht noch ein Jahr abwarten.

Nervenstärke des Kollegiums/der Schulleitung: Wenn Ihnen bei jedem Problem gleich ein ganzes Kollegium und/oder die Schulleitung im Nacken sitzt wäre dies ein Kriterium, den Umstieg noch etwas zu verschieben. Wenn die Kollegen aber einen "notenmanagerfreien Tag" gelassen für andere Dinge nutzen ...

Schwierigkeiten mit Jet-Datenbank: Sicherlich ein starkes Kriterium. Sollte es Ihrer Schule immer wieder zu Verbindungsproblemen mit der Jet-Datenbank gekommen sein, so dass Sie immer wieder auf "dbreparieren.exe" zurückgreifen mussten, dann dürfte sich der Mehraufwand für den Umstieg auf PostGreSQL mit dem Zeitaufwand (und Stress) für defekte Jet-Datenbank aufwiegen.

Tragen Sie aber auf jeden Fall auch im Hinterkopf, dass für Realschulen und Gymnasien im Schuljahr 2014/15 auch erstmalig der Datenimport aus der ASV stattfindet. Auch das wird sicher den einen oder anderen Problemfall mit sich bringen.

Aus Entwicklersicht wäre es wünschenswert, wenn sich an jeder Schulart einige Schulen finden, die als "early adopter" den Umstieg wagen wollen.